Kennt ihr das auch? Ihr kommt morgens aus der Dusche und startet fröhlich in den Tag, bis ihr bemerkt, dass auf dem Boden überall Haare liegen!

Mein Mann würde jetzt sagen: du mit deinem Putzwahn! Doch darum geht es gar nicht… Es sind ja nicht irgendwelche Haare, oder Tierhaare, Haare die sich über Tage angesammelt haben…

Nein! Es sind meine Haare und die waren vor dem Duschen noch nicht da.

Schon steigt Panik in mir auf und ich schaue beängstigt in den Spiegel, ob sich da irgendwelche Lücken auf meinem Kopf zeigen. Greife in die Haare, ob sie sich schon dünner anfühlen und entdecke entsetzt, dass der Mittelscheitel breiter geworden ist.

So geht es nicht nur mir, sondern vielen Frauen, die in den besten Jahren ihres Lebens sind.

Also wird erst mal gegoogelt! Natürlich weiß ich, welche Faktoren einen Einfluss auf den Haarwuchs haben. Und achte sehr auf eine gute Versorgung meines Körpers.

Doch da ist natürlich noch mehr außer Vitalstoffen wie Magnesium, Calcium, Silicium, Selen… Und Zink, sowie Aminosäuren und so weiter.

Witzigerweise hat mir gerade die letzten Woche meine Tochter  viel berichtet. Diese jungen Mädchen entdecken ihre Welt ja ausschliesslich über YouTube-Tutorials. Toll fand ich, als sie nach so einem Video mal eben eine selbstgemachte Tomatensauce zubereitet hat, die wirklich wie im Restaurant schmeckte.

Neulich jedenfalls stand sie vor mir und fragte: „Mama kann ich ein Ei und gutes Öl haben?“ Klar, wenn sie Hunger hat und sich selbst was kocht, freu ich mich!

Doch dann verschwand sie mit einer Schüssel, in die sie Ei, mein teuerstes Arganöl und etwas Kokosöl vermischt hatte, im Bad. Den Rest könnt ihr euch denken. Jedenfalls war sie enttäuscht, dass am nächsten Morgen ihre Haare noch die gleiche Länge hatten wie zuvor 🙂 Und ich putzte erst mal!

Bei der Google-Suche zu Haarausfall werden als erstes die Risikofaktoren angegeben.

Rauchen? Nein, das ist es nicht.

Medikamente? Auch nicht!

Schwangerschaft? Stimmt, damals hatte ich auch schon mal leichten Haarausfall, aber das ist mittlerweile 13 Jahre her.

Interessanterweise begegnen mir gerade zu dieser Jahreszeit viele Menschen, die darüber jammern, dass ihr Haar nicht mehr so voll ist, nicht mehr so glänzt, obwohl ja noch keine Mützenzeit begonnen hat, und die Heizung läuft auch noch  nicht auf Hochtouren.

Viele dieser Mitleidenden sind Frauen. Und sie befinden sich in den Wechseljahren oder kurz davor.

Klar, die Hormone wieder. Und so ist es wirklich bei den meisten Problemen. Die Hormone sind  unsere Botenstoffe im Körper, die erst alles in Bewegung setzen. Kommen sie nun aus dem Gleichgewicht, funktioniert das ganze System nicht mehr so wie es soll.

In der Kopfhaut sitzen nun  spezielle Rezeptoren, an die das für den Haarwuchs zuständige Hormon andocken soll. Dieses Hormon wird bei Frauen und Männern aus Testosteron gebildet. Sind diese Rezeptoren jedoch überempfindlich, wird die Wachstumszeit verkürzt und die Haare schneller abgestossen. Und das passiert auch bei einem Übermass an diesem Botenstoff (Hormon).

Angeblich ist diese Überempfindlichkeit erblich bedingt. Bekommt man seine Hormone jedoch wieder ins Gleichgewicht, reguliert sich auch der Haarausfall.

Eine dieser Frauen, die auch täglich die Haare in ihrer Bürste und am Boden zählt, hat nach einem langen Gespräch mit mir eine Basenkur gemacht. Und ihre Ernährung optimiert. Es wurde tatsächlich viel besser und nicht nur der Haarwuchs steigerte sich, auch die Energie und Lebensfreude ingesamt. Anschliessend glich sie ihren Hormonhaushalt noch aus und verwendete ein spezielles Haarwasser.

Natürlich hat sie jetzt nicht von heut auf morgen eine enorme Löwenmähne bekommen. Doch fühlt sich ihr Haar wieder voller und fester an.

Und nun noch einmal zu den Risiko-Faktoren. Der allerwichtigste, den heute wirklich jeder kennt: STRESS!

Stress beeinflusst unseren Hormonhaushalt enorm. Und verbraucht viele unserer Mineralstoffe, die wir eigentlich an anderen Stellen im Körper dringend bräuchten. Und da sich alle Hormone gegenseitig beeinflussen, gerät auch unser Gefühlsleben durcheinander, wird die Schilddrüse in Mitleidenschaft gezogen, nehmen wir nicht ab usw.

Stress ist also ein Haupt-Grund, warum uns die Haare ausgehen!

In diesem Sinne sollten wir alle ein bisschen entspannen und mal die Seele baumeln lassen.